Brauchen Weinhändler eine Facebook-Seite?
Soziale Netzwerke liegen im Trend. Auch immer mehr Firmen sind dort
vertreten. Doch lohnt es sich für eine Weinfirma wirklich, Zeit und Geld in
ein eigenes Facebook-Profil zu investieren?
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Trendbarometer
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32 Leser haben für Pro gestimmt
5 Leser haben für Contra gestimmt
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Ja Natürlich erreichen wir im Moment noch keine riesige Zahl von Menschen über Facebook – wir sind so bei 2000 «Fans» –, doch die Nutzerzahlen wachsen nach wie vor rasant. Jeder vierte Deutsche und sogar jeder dritte Schweizer ist auf Facebook aktiv. Und natürlich sind wir gerne dort präsent, wo unsere Kundinnen und Kunden sich aufhalten. Facebook ist einfach, schnell und aktuell – und vor allem direkter als andere Kommunikationsmittel. Auf unsere Posts bekommen wir direkte Rückmeldung. Wir können unsere aktiven Winzer in die Kommunikation einbeziehen, indem wir zum Beispiel Fotos oder gar Videos der Ernte teilen. Viele Menschen haben zu Recht arge Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken, gerade was den Datenschutz angeht, und nutzen sie nicht. Facebook ist in der Tat ein Datenkrake. Um allen Kunden gerecht zu werden, veröffentlichen wir wichtige Informationen zunächst in unseren anderen Medien: Blog, Newsletter oder «WeinLese»-Magazin. Facebook verstehen wir als zusätzlichen Informations- und vor allem als direkten Kommunikationskanal, den wir ausprobieren und der sicher an Bedeutung zulegen wird. Für direkten Absatz ist das Netzwerk der falsche Weg. Es geht um neue Wege der Kommunikation, um Kundenbindung und darum, Emotionen und Werte zu vermitteln. Was gibt es Wichtigeres im Weinmarketing?
Matthias Metze
Webmaster Online-Marketing
Delinat – Wein aus gesunder Natur
CH-Horn / D-Weil am Rhein
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Nein Facebook ist ein sensationelles Massenphänomen. Ein Trend, der sich nach meiner Einschätzung in absehbarer Zeit deutlich beruhigen wird. Als Online-Weinhändler bin ich natürlich sehr internetaffin und offen für die verschiedensten Arten der Kommunikation. Auch Facebook habe ich getestet, doch hat es mich nie begeistern können. Ich bin wohl einer der vielen Millionen Nutzer, die jährlich dazukommen – logge mich aber praktisch nie ein. Ich glaube, das geht vielen anderen genauso. Facebook ist für meinen Geschmack zu öffentlich: Eine individuelle Kundenberatung, wie ich sie pflege, möchte ich doch nicht mit Tausenden anderen teilen. Die hohe Dichte und das Tempo der veröffentlichten Informationen signalisieren zudem wenig Anspruch oder Bodenhaftung. Das passt für mich nicht zu einem genussreichen Produkt wie Wein. Der Grossteil der Facebook-Nutzer ist klar unter 30. Wer mitten im Arbeitsleben steht und möglicherweise eine Familie hat, ist meist älter und hat für Facebook und Co. wenig oder keine Zeit – doch genau diese Menschen sind meine Kunden. Wer Facebook richtig nutzen will, muss es täglich pflegen: Ich bezweifle, dass sich dieser Aufwand auszahlt. Mit meinem Newsletter per Mail oder in Papierform erreiche ich genau die Menschen, die ihn haben wollen oder meines Erachtens haben sollen.
Stefan Kaaf
Inhaber laKaaf.de –
Weinhandel Stefan Kaaf
D-Rietberg
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