Artikel-Schlagworte: „Wein“

Die Sendung mit… dem Champagner

Sylvester steht vor der TĂĽr! Zeit, dass alle VINUM-Blog-Leser endlich erfahren, was Champagner denn nun eigentlich ist.

Dazu hier das Champagner-Schulungsvideo der Forschungsanstalt Geisenheim, produziert von der “Sendung mit der Maus”.

NatĂĽrlich mit sehr viel Champagner-Romantik, die Versanddosage wurde vergessen zu erklären und die Sache mit der Aushöhlung im Boden ist so auch nicht richtig, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Super erklärt, das alles, kindgerecht formuliert – die lieben Kleinen können schlieĂźlich nicht frĂĽh genug wissen, dass die Flaschen im Keller Arbeit gemacht haben und nicht zum Spielen sind! Höchstens leer zum Flaschendrehen…

31.12.2014 um 1:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wein & Musik: Ed Sheeran “I See Fire”

Wine & Music

Eine Frage, die viele von uns sicher schon schlaflose Nächte bereitet hat: gibt es in Tolkiens Mittelerde Wein? Elben, Drachen, Goblins, alles gut und schön, aber ohne Wein ja wohl kaum zu ertragen. Wer Tolkiens BĂĽcher liest weiĂź natĂĽrlich, dass es Wein in seiner fiktiven Welt gibt – nun liegt der Beweis auch musikalisch vor!

Hier eine der entsprechenden Informationen aus dem Netz zu Wein bei Tolkien:

Old Winyards was a place in the Shire’s Southfarthing, noted for its production of strong wines of the same name. Bungo Baggins, who delved Bag End, seems to have laid down a large number of bottles of “Old Winyards”. His son, Bilbo Baggins gave a present of a dozen bottles to Rorimac Brandybuck, Master of Buckland at the time he left the Shire, but this still left plenty for his heir Frodo. The Old Winyards lasted another seventeen years, until the last drop was drunk by Frodo as he set out on his own adventures.

Und natĂĽrlich entkommen Bilbo und die Zwerge den Waldelben in Weinfässern. Das alles wäre fĂĽr diese Rubrik allerdings völlig unerheblich, das Wort Wein muss gesungen werden – und das hat Ed Sheeran netterweise ĂĽbernommen. Er schrieb ein Lied fĂĽr den zweiten Teil der Film-Trilogie: Der Hobbit – Smaugs Einöde. Hier das Video:

Und hier der Text zum Nachlesen:

Oh, misty eye of the mountain below
Keep careful watch of my brothers’ souls
And should the sky be filled with fire and smoke
Keep watching over Durin’s sons

If this is to end in fire
Then we should all burn together
Watch the flames climb high into the night

Calling out father oh
Stand by and we will
Watch the flames burn auburn on
The mountain side

And if we should die tonight
Then we should all die together
Raise a glass of wine for the last time

Die Wein-Stelle kommt bei Minute 2:03. Was lernen wir? Wenn der Tod bevorsteht, dann trinken die Zwerge vorher noch einen guten Wein im Kreis der Freunde. Gar nicht mal so dumm, die Zwerge!

30.12.2014 um 1:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Pahlgruber & Söhne

„Wenn ich Sie einen Augenblick privat sprechen darf: Ich komme mit einer großen Überraschung für die Feuertage!“ so beginnt Loriots legendärer Sketch aus dem Jahr 1978 mit dem Vertreter von „Pahlgruber & Söhne“, der Weine von solch legendären Lagen wie Oberföhringer Vogelspinne, Hupfheimer Jungferngärtchen und Klöbener Krötenpfuhl dabei hat – alle „Abgezapft und originalverkorkt von Pahlgruber & Söhne“.

Er hat aber auch Merksätze für jeden Weinliebhaber dabei wie „Sie müssen ihn unter die Zunge kriegen“ und „Das ist Qualität – einer wie der andere!“.

Da wir nun mitten in den Feiertagen hielt ich es für angebracht euch dieses Meisterwerk noch mal zu zeigen. Verbunden mit dem Hinweis, dass man Weine von „Pahlgruber & Söhne“ mittlerweile auch kaufen kann. Das Bremer Rote Kreuz hat die Weine zusammen mit dem Weingut des DRK Sozialwerkes Bernkastel-Wittlich zum Leben erweckt und das fiktive Weingut „Pahlgruber und Söhne“ gegründet. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Weine (Preis zwischen 9,90 € und 12,90 €) wird die ehrenamtliche Arbeit des Bremer Roten Kreuzes unterstützt.
unterstĂĽtzt.

29.12.2014 um 16:12, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Der “Alberello Pantesco” wird UNESCO-Welterbe

News aus der Weinwelt
Buschwein

Die wenigsten werden von ihm gehört haben, selbst jetzt noch nicht, dabei ist der “Albarello Pantesco” gerade zum UNESCO-Welterbe erklärt worden.

Aber ganz ehrlich: kein Wunder, dass man davon nichts weiĂź.

Pantelleria ist eine italienische Vulkaninsel im Mittelmeer, ungefähr 70 km östlich von Tunesien und 100 km südwestlich von Sizilien inmitten der Straße von Sizilien. Sie hat eine Fläche von nur rund 83 km², bei maximal 14 km Länge und 8 km Breite. Mit anderen Worten: winzig. Gerade einmal 8.000 Menschen leben hier.

Der Name Pantelleria stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Tochter der Winde“ und um den Namen “Alberello Pantesco” vollends zu erklären: Albarello ist eine Art der Reberziehung, auch bekannt als Gobelet oder Busch-Erziehung. Es ist also der Buschwein von Pantelleria, steil sind viele der Terrassen, nur reine Handarbeit ist möglich.

Die Rebsorte heiĂźt Zibibbo (Moscato d’Aölessandria), der berĂĽhmteste daraus gewonnene Weine ist der “Passito di Pantelleria”. Und der bekannteste Vertreter dieser Spezialität ist wohl der Ben RyĂ© von Donnafugata – der ideal zu Gianduia Schokolade passen soll. Mal wieder ein willkommener Anlass, um Schokolade zu essen…

28.12.2014 um 2:49, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Architektur des Weins

News aus der Weinwelt
Architektur

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich mag Wein-Architektur-Bände. Kann mich daran nicht sattsehen. Die einzige Schwierigkeit ist: gebe ich soviel Geld (in diesem Fall 69 €) für ein Buch oder lieber für Wein aus? Oder will ich beim Trinken etwas zum Lesen haben? Für Fans des letzeren Szenarios (und alle die Weihnachtsgeldgeschenke auf den Kopf hauen wollen) ist „Die Architektur des Weines“ (avedition) gedacht, in dem es um mehr als 20 spektakuläre Kellereibauten in Deutschland, Österreich und Südtirol geht.

Da das Ganze in einem Architektur-Verlag erschienen ist, und Autor Dirk Meyhöfer Architekturjournalist und Architekturkritiker Dirk Meyhöfer, stellt das Buch mehr als nur schöne Bilder dar (vom Hamburger Architekturfotografen Klaus Frahm), sondern informiert auch über die Herausforderung ein Gebäude für den Wein und die Landschaft zu schaffen. Interviews mit den Architekten, darunter u. a. Matteo Thun, propeller z oder Werner Tscholl vertiefen diesen Ansatz.

Hier eine kleine Auswahl der zweisprachig (deutsch / englisch) vorgestellten WeingĂĽter und Architekten:

• Kloster Eberbach, Eltville – Architekt: Reinhard Moster von Friess + Moster
• Franz Keller, Oberbergen – Architekt: geis & brantner
• Gut Herrmannsberg, Niederhausen – Architekten: Mahlau Rüdiger + Christiane Mahlau
• Markus Molitor, Bernkastel-Wehlen – Architekt: Lukas Baumewerd
• Abril, Bischofingen – Architekten: Planungsbüro Münzing
• Kellerei Nals, Margreid – Architekt: Markus Scherrer
• Studeny, Obermarkersdorf – Architekten: Christophe Oberstaller & Andreas Sammer
• Preisinger, Gols – Architekt: propeller z

Sehr beeindruckend ist zum Beispiel die von Werner Tscholl neu erbaute Kellerei Tramin in Südtirol – eine grünwabige Skulptur, die in Farbe und Form an die Traminer Reben erinnert. Oder der Neubau des Weinguts Franz Keller am Kaiserstuhl, der sich auf drei Ebenen dem Verlauf des Geländes anpasst. In der Kellerei Nals Margreid befindet sich ein Barriquekeller in einem Holzbau, der an eine sehr große Weinkiste erinnert. Diese „Weinkiste“ steht unter einem schwebenden Dach, unter dem auch Empfänge oder Weinverkostungen stattfinden können.

Das gebundene Buch hat 256 Seiten und 270 farbige Abbildungen.

27.12.2014 um 1:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Europa & Ferner Osten trinken weniger Cognac

News aus der Weinwelt
Logo-Cognac

Cognac ist weltbekannt – aber nicht mehr so richtig “In”. 6,7% RĂĽckgang im Volumen, und sogar satte 10,2 Prozent im Wert. Die Ausfuhren im letzten Jahr (Kampagnenjahr 2013/2014) umfassen aber immer noch stolze  155,5 Millionen Flaschen und entsprechen damit 435.358 Hektolitern puren Alkohols mit einem immer noch hohen Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Euro.

Im internationalen Vergleich kann der Cognac damit seine Position als größter Exporteur im Bereich «Wein und Spirituosen» weiter behaupten. Aufwärts geht es in Nordamerika mit einem Plus von 6% Volumen (3% Wert) – die USA sind der größte Cognac-Importeur.

Richtig bitter ist der RĂĽckgang im Fernen Osten: -20,9 Prozent im Volumen und -19,1 Prozent im Wert. Die Ausfuhrzahlen bleiben trotz allem mit 49,2 Millionen exportieren Flaschen und einem Gesamtumsatz von knapp einer Milliarde Euro in dieser Region auf einem hohen Niveau. Die Verluste swollen auf den chinesischen Markt zurĂĽckzufĂĽhren sein und vor allem die gehobenen Preissegmente betreffen.

Europa setzt den leichten Rückgang des Vorjahres mit -4,7 Prozent (Volumen) bzw. 11,7 Prozent (Wert) fort. Dies entspricht 41 Millionen ausgeführten Flaschen in den vergangenen 12 Monaten. Erstaunlich: Osteuropa verzeichnet ein Plus  von 4,4 Prozent im Volumen, es ist der Westen, der weniger Lust auf Cognac hat.

Die Qualitätsstufe VS (Very Special) steigt um +3,1 Prozent im Volumen und +1,8 Prozent im Wert, die Qualitätsstufe VSOP (Very Superior Old Pale) und auch die älteren Qualitäten verzeichnen hingegen einen Rückgang von -13,3 Prozent im Volumen und -16,9 Prozent im Wert.

26.12.2014 um 1:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In eigener Sache: Ein Sekt-Fund

News aus der Weinwelt
20141219_165959

Seit nunmehr sechs Jahren finde ich jedes Jahr mit meiner “Deutschen Wein-Entdeckungs-Gesellschaft” einen Wein, den es so noch nie gegeben hat – das heiĂźt, ich mache ihn zusammen mit einem Winzer, der fĂĽr das jeweilige Projekt ideal ist. Ich habe die Idee, der Winzer setzt sie um – nach seinen Vorstellungen. Das Ganze ist Hobby, Leidenschaft, es gibt allerhöchstens 1.000 Buddeln, es ist ein SpaĂźprojekt, durch das mir ich unheimlich viel ĂĽber Wein lerne, weil die Arbeit mit den Winzern auf Augenhöhe stattfindet.

Diesmal ging es mir um Sekt. Um einen Sekt, der anders ist. Er wurde gerade erst degorgiert.

Jedem Weinpaket liegt eine ausführliche Beschreibung des Projektweins bei, denn mir ist wichtig, dass man über jeden Wein soviel wie irgend möglich weiß. Diese Beschreibung wollte ich euch nicht vorenthalten:

Zweigleisig, so fahren sie, die deutschen Winzer in Sachen Sekt. Ja, natürlich gibt es einige Nebenstrecken, überwuchert und ruckelig, aber im Zentrum gibt es: Riesling-Sekt und Sekt nach Champagner-Vorbild aus den Burgunderrebsorten. Ich liebe Champagner. Kann ich immer trinken. Und wie es sich gehört in großem Schlucken. Wenn ich mal im Lotto gewinne, bade ich drin.

Champagner ist sexy, Sekt ist laut amtlicher und entsprechend blutleerer Definition ein Qualitätsschaumwein. Genauer: ein alkoholisches Getränk mit Kohlensäure, dessen Alkoholgehalt mindestens 10 Volumenprozent betrifft. Grundwein und Dosage müssen aus demselben Anbaugebiet kommen. So gut, so unsexy. Aber das geht auch anders! Was mich bei der diesjährigen Wein-Entdeckung interessierte, war der Grundwein. Warum nicht mal die zwei Gleise zusammenführen? Warum nicht Riesling UND Burgunder? Wenige Versuche dieser Art gab es, keiner groß, keiner, der das Thema ausreizte, der herausragende Riesling- und Burgundertrauben verwendete und beim Besten der Besten in Deutschland versekten ließ.

Der Winzer fĂĽr diesen Fund musste jemand sein mit Riesling und WeiĂźburgunder, denn den wĂĽnschte ich mir, jemand, der alljährlich GroĂźes schafft, dessen Weine Zug und Spannung haben, eine begeisternde Säure und groĂźe aromatische Tiefe. Ich musste nicht lange nachdenken, eigentlich gar nicht: diesen Fund wollte ich mit dem Weingut Dr. Wehrheim aus Birkweiler in der SĂĽdpfalz angehen. Und was den Versekter anging: Volker Raumland oder keiner. Und genau so kam es. Karl-Heinz Wehrheim sagt » Weiterlesen

25.12.2014 um 1:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Weint nicht um weniger Wein…

News aus der Weinwelt
EU Ernteschätzung

Jetzt müssen wir alle ganz, ganz stark sein: Die europäische Weinmosternte des Jahrgangs 2014 wird mit einem voraussichtlichen Gesamtvolumen von etwa 157,7 Mio. Hektolitern um etwa zehn Prozent kleiner ausfallen, als im Vorjahr und um sechs Prozent niedriger als der fünfjährige Durchschnitt. Das heißt für uns: weniger trinken!

Und was genau weniger trinken? Immerhin ist die Ernte ja regional sehr unterschiedlich ausgefallen. Das Deutsche Weininstitut (DWI) weiß es genau: Mengeneinbußen im zweistelligen Prozentbereich mussten insbesondere viele südeuropäische Weinbauländer hinnehmen, die auf ungewöhnliche Witterungsverhältnisse dieses Jahres zurückzuführen sind.

Allein Spanien und Italien erwarten für dieses Jahr ein Minus von rund 15 Mio. Hektolitern. In Frankreich rechnet man dagegen mit einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, was 45 Mio. Hektolitern Weinmost und somit der größten diesjährigen Erntemenge in Europa entspricht. Die deutschen Erzeuger haben mit voraussichtlich 9,4 Mio. Hektolitern vom aktuellen Weinjahrgang eine Million Hektoliter mehr eingelagert, als vom mengenmäßig unterdurchschnittlichen 2013er. Deutschland ist nach Frankreich, Italien und Spanien der viertgrößte europäische Weinerzeuger, gefolgt von Portugal und Rumänien.

Also: weniger spanischen und italienischen Wein trinken, dagegen zulegen bei französischem und deutschem. Kriegen wir das hin? Wir müssen!

23.12.2014 um 1:00, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wein für Werwölfe

News aus der Weinwelt
Feng Shui Meisterin Gabriele Podzun beobachtet in voller Montur Lese und Vollmond

Feng Shui an der Saar? Klingt wie Leberkäse-Semmel im Zen-Tempel. Aber: wir Weintrinker sind ja öfter mal offen fĂĽr was Neues! In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 2014 wurde in der Lage Oberemmeler HĂĽtte durch das VDP Weingut von Hövel der – nach eigener Aussage . weltweit erste Feng Shui Riesling Vollmondwein geerntet. Die Menge der Rarität: 1 Fuder.

Sowohl der Tag des Projektstartes bei Vollmond 2013 als auch die Lese bei Vollmond 2014 fanden an Tagen statt, die nach dem 10.000 jährigen Kalender besonderes GlĂĽck und Erfolg versprechen. Hinter dem Projekt stehen Weingutsbesitzer Max von Kunow, Feng Shui Meisterin Gabriele Podzun und ihrem Mann Hans-JĂĽrgen Podzun. FĂĽr das Projekt gab es schon einiges an Häme. Ob Max von Kunow sich damit einen Gefallen getan hat wird sich zeigen – dann nämlich, wenn der Wein im Glas ist. Nach den Mondphasen arbeiten allerdings so einige Spitzenwinzer, deswegen lehnt man sich weit aus dem Fenster wenn man dies grundsätzlich fĂĽr Humbug erklärt. Und Max von Kunow ist ein herausragender Winzer. Ich werde den Wein auf jeden Fall verkosten.

Zwei Zitate zum Projekt:

Weingutsbesitzer Max von Kunow: „In der Lage Oberemmeler Hütte haben wir einige Parzellen mit besonders gesunden Trauben ausgesucht und am 8. Oktober in der Vollmondnacht mit Stirnlampen gelesen. Es wird ein fruchtsüßer Riesling Kabinett mit besonderem Etikett.“

Feng Shui Meisterin Gabriele Podzun: „In den zunehmenden Mondphasen steigt der Energiefluss in den Pflanzen bis zum Höhepunkt bei Vollmond an; hier ist die Aromatik in den Früchten am höchsten. Das wussten auch unsere Vorfahren und im asiatischen Raum ist das allgemein bekannt. Außerdem ist nach dem 10.000 jährigen Feng Shui Kalender der 8. Oktober ein besonders günstiger Tag („Erntekorb“) für eine erfolgreiche Lese.“

Der Wein soll an einem mit Mondkalender festgelegten Termin im April oder Mai 2015 gefĂĽllt und exklusiv im Herbst 2015 auf der VDP Versteigerung in Trier angeboten werden. Man hat als Käuferschicht wohl auch Interessenten aus dem Feng-Shui-affinen asiatischen Markt im Blick. Mengenmäßig sieht das Ganze mehr nach einem Marketing-Gag aus – vielleicht ist es aber auch Testballon fĂĽr eine teilweise Ă„nderung in der Produktion. Das wird sich dann aber erst in den Folgejahren zeigen. Auf jeden Fall findet sich auf der Homepage des Weingutes keine Info zu dem Projekt…

Mehr Infos gibt es dagegen HIER.

FOTO. Brosius, Saarburg

22.12.2014 um 1:00, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Der Vatikan – Staat der Säufer

News aus der Weinwelt

Statistiken sind etwas Feines – vor allem, wenn sie fĂĽr Erheiterung statt Fehlinformation sorgen. So in diesem Fall: das kalifornische Weininstitut (Gott segne sie!) fand heraus, dass in keinem Land der Welt der Pro-Kopf-Verbrauch von Wein so hoch ist wie im Vatikan. Um genau zu sein trank statistisch jeder Vatikaner im Jahre 2012 stolze 74 Liter.

Zum Vergleich: der durchschnittliche Italiener kommt nur auf 37,6 Liter.

Gut, okay, ein bisschen Fehlinformation ist da schon dabei, oder um im kirchlichen Sprachgebrauch zu bleiben: Auslegungssache. Belegt ist nur, dass 74 Liter pro Person gekauft werden – ob diese auch getrunken werden kontrolliert natĂĽrlich niemand. Vielleicht werden sie auch verschenkt. Die Kardinale haben Kontingente fĂĽr alles, was sie zum Leben braichen sich mit ihrem Gehalt von spärlichen 3.000 Euro im Monat jedoch nicht leisten können. Bedeutet: unfassbar gĂĽnstige Wohnungen im Vatikan spottbillig, und im vatikaneigenen Supermarkt (fast alles ist hier steuerfrei) einen Rabatt von 15 Prozent auf Lebensmittel und 20 Prozent auf Kleidung. Privilegien die drohen in Zukunft gestrichen zu werden.

Auch die Zigaretten wird dies betreffen. Stolze 500 Päckchen darf jeder Kardinal im Monat erwerben, umsatz- und tabaksteuerfrei allesamt, Preis pro Packung 1 Euro. Manche schöpfen das Kontingent aus.

Rauchen und Saufen soviel man will. Sowas sollte in Stellenbeschreibungen fĂĽr Kardinäle stehen – dann hätte die katholische Kirsche auch keine Nachwuchsprobleme mehr.

21.12.2014 um 3:15, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen