Archiv für die Kategorie „Wine & Music“

Wine & Music: Drinkin’ Wine Spo-De-O-De

Wine & Music

Er lebt tatsĂ€chlich noch: Der 1935 in den USA geborene Rock’n'Roller Jerry Lee Lewis, genannt: The Killer – unter anderem bekannt durch seine Heirat mit seiner erst dreizehnjĂ€hrigen Cousine Myra Gale Brown. Aber hauptsĂ€chlich durch seine unfassbare Art Klavier zu spielen und viele unsterbliche Klassiker: Great Balls Of Fire, Breathless, Good Golly Miss Molly, Whole Lotta Shakin’ Goin’ On. Er war auch Mitglied des legendĂ€ren „Million Dollar Quartets“, zusammen mit Elvis Presley, Johnny Cash und Carl Perkins.

Einem Rock’n'Roller aus Louisiana wĂŒrde man nicht zutrauen ĂŒber Wein zu singen, aber der vergorene Rebensaft ist halt viel grenzĂŒberschreitender, als mancher denkt. Der entsprechende Song heißt “Drinkin’ Wine Spo-De-O-De” und wĂŒrdigt das GetrĂ€nk unser aller Wahl vor allem als Stimmungsmacher:

Way down in New Orleans, everythings fine
All them cats just drinkin’ that wine
Drinkin’ that mess is sure delight
When they get slop drunk they sing all night

Drinkin’ Wine Spo-De-O-De Drinkin’ Wine
Drinkin’ Wine Spo-De-O-De Drinkin’ Wine
Drinkin’ Wine Spo-De-O-De
Pass that bottle to me!

Teuer muss die BrĂŒhe nicht sein, das Billigste ist gerade gut genug – wie die folgenden Liedzeilen beweisen:

Well I got a nickle you got a dime
LetÂŽs get together and by some wine
Wine over here Wine over there
Drinking that mess everywhere!

Ein Dime sind 10 Cent, ein Nickle sogar nur 5 Cent. Was bekommt man da schon fĂŒr? Nischt!
SpĂ€ter wird dann deutlich, was fröhlich in New Orleans als “Wein” gesĂŒppelt wird:

Wine Wine Wine, Elderberry (= Holunder)
Wine Wine Wine, Oh Sherry
Wine Wine Wine, Blackberry (=Brombeere)
Wine Wine Wine, Half and Half (=eine Art Sahne)

SpĂ€ter verkauft Uncle Willie im Song dann noch was Gin. Man sieht: um Spo-De-O-De zu singen (was ĂŒbrigens keine Bedeutung hat), sollte man munter alles in sich hineinschĂŒtten, was nicht zu akuten Vergiftungserscheinungen fĂŒhrt. Jerry Lee Lewis lĂ€sst das zumindest nach einem großen Spaß klingen.

Hier sieht man ihn 1997 – damals war er bereits 62 Jahre alt – auf einem Konzert in in Malmo (Sweden).

10.04.2012 um 16:12, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Alligator Wine

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Wein machen kostet Zeit, MĂŒhe und Geld. Das muss nicht sein, wie Screamin’ Jay Hawkins (1929-2000) in seinem Lied “Alligator Wine” beweist. Der aus Cleveland stammend Hawkins ist vielleicht der erste aller Schockrocker. Er liebte es Leopardenfelle, rotes Leder, und auffĂ€llige HĂŒte zu tragen, ließ sich auch gern in einem brennenden Aarg auf die BĂŒhne tragen. Am liebsten spielte er mit Voodoo-Symbolik wie Schlangen und Gehstöcke, berĂŒhmt geworden ist auch “Henry” sein rauchender und sprechender TotenschĂ€del. Hawkins grĂ¶ĂŸter Hit ist passenderweise “I Put A Spell On You”.

Aber um Wein geht es darin nicht, dafĂŒr muss man schon “Alligator Wine” hören. Der Songtext beginnt wie ein Koch-Rezept, die Zutaten sind allerdings nicht in jedem Supermarkt erhĂ€ltlich.

Take the blood out of an alligator
Take the left eye of a fish, yeah
Take the skin off of a frog, yeah
And mix it up in a dish
Add a cup of grease swamp water
And then countin’ one to nine
Spit over your left shoulder
And you got alligator wine

Sollte jeder mal ausprobiert haben. Spart den Besuch im Dschungelcamp. Im Song ist der “Alligator Wine” eine Art Liebestrank, der eine Frau gefĂŒgig macht. Die Nebenwirkungen sind allerdings enorm, und nicht mit handelsĂŒblicher Literware zu vergleichen:

It’ll make your head bald, babe
I say it make your toes freeze
It’ll turn your blood into steam – ASHHH!
It’ll make you cough and sneeze
You gotta scream UHH like an eagle
You gonna roar like a mountain lion
When you get finished drinking
Good old, yeah, alligator wine

HIER gibt es Song in guter QualitĂ€t aber mit merkwĂŒrdigem Standbild zu sehen:

Die TonqualitĂ€t ist HIER bedeutend schlechter, dafĂŒr sieht man den rockenden Voodoo-Priester live Berliner “Lucky Strike CLub” (1994):

03.02.2012 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Rock die Rebe!

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Foto: Weingut Tesch

Bier und Rock’n'Roll, das ist die klassische Kombination. Aber auch mit Wein lĂ€ĂŸt sich gut abgehen – das meint zumindest das US-amerikanische Projekt “Wines That Rock”, das gerade einen neuen Wein passed zur eigentlich Hanf-affinen Band “The Grateful Dead” (ein CuvĂ©e aus Syrah, Petite Sirah, Zinfandel & Grenache) auf den Markt geworfen hat.

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Foto: Wines That Rock

Zuvor gab es schon einen Wein zu den “Rolling Stones” (Forty Licks Merlot), Pink Floyd (Dark Side Of The Moon Cabernet Sauvignon), The Police (Synchronicity Red Wine Blend: Carignane, Zinfandel, Syrah, Petite Sirah, Grenache and Viognier ) und Woodstock Chardonnay. Der Wein soll jeweils die Musik widerspiegeln, die Etiketten sind immer auf Band oder Album abgestimmt. 3 Buddeln kosten zusammen stets 49,99 US-Dollar – im Vergleich zu heutigen Konzerttickets fast schon ein SchnĂ€ppchen…

In Deutschland darf das Weingut Tesch (Nahe) als rockigster TraubenvergĂ€rer gelten. In seinem Portfolio findet sich der trockene Riesling “Weißes Rausches”, der in Kooperation mit der deutschen Punkrock-Institution “Die Toten Hosen” kreiert wurde – der erklĂ€rten Lieblingband von Winzer Martin Tesch. Diese hat auch einen Song namens “Weißes Rausche” im Repertoire. Den Wein gibt es nur im 6er Karton inkl. Verpackung und Versand fĂŒr 66 Euro. Im Preis inbegriffen ist das Hörbuch “Riesling People”, welches das Weingut zusammen mit Freunden (vor allem Weinprominenz wie Journalisten und Sommeliers) produziert hat. Es enthĂ€lt unter anderem eine akustische Version des Songs „Weißes Rauschen“. Ich finde: sehr fairer Preis, guter Wein.

14.10.2011 um 7:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers, News aus der Weinwelt, Wine & Music » 2 Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Two More Bottles Of Wine

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Texaner sagen, was Sache ist. Und alles muss bei ihnen groß sein – auch die Menge an Wein. Der 1940 in Lubbock (Texas) geborene Delbert McClinton macht da keine Ausnahme. „Two More Bottles Of Wine“ heißt sein schmissiger Uptempo-Song ĂŒber das Kummersaufen, richtige Truckermusik, und in den USA ein bekannter AbrĂ€umer. In Deutschland kennt man Delbert McClinton kaum und auch in seiner Heimat kam der verdiente Ruhm außerhalb der Kennerzirkel erst spĂ€t durch ein Duett mit Bonnie Raitt.

Delbert McClinton spielt Gitarre, Klavier und Mundharmonika (bei einer Tournee in Großbritannien brachte er sogar John Lennon einige Tricks auf dieser bei). Der Text von „Two More Bottles of Wine“ ist autobiographisch. Er ging mit seiner Jugendliebe nach Kalifornien – und sie verließ ihn. Zwanzig Minuten spĂ€ter schrieb er diesen Song. Tenor: Hau weg das Zeug, zwei Flaschen sind noch da, mehr braucht kein Mensch:

We came out West together with a common desire.
The fever we had mighta set the West Coast on fire.
Two months later, got trouble in time.
Maggie moved out and left me behind.
But it’s all right ’cause it’s Midnight,
And I got two more bottles of wine.

The way she left sure turned my head around.
Seemed like overnight she just up and put me down.
Ain’t gonna let it bother me today,
I been workin’ and I’m too tired anyway.
But it’s all right ’cause it’s Midnight,
And I got two more bottles of wine.

Doch ich frage: Ist das nicht zuviel des Guten? Zwei Flaschen allein, um Mitternacht? Da sind Kopfschmerzen am Morgen garantiert, oder? Und wenn es heißt „Two MORE Bottles Of Wine“ bedeutet dies doch, dass er bereits mindestens eine intus hat. Hier geht es also nicht ums gepflegte Genießen, sondern ums Zulöten, komme, was da wolle. Er hat sicherlich keinen Dom Perignon rumstehen, keinen 82er Margaux, sondern irgendwas Rotes, das dreht. Aber so ist das halt manchmal in Texas.
Hab ich mir sagen lassen.

Hier ein Video, in dem Delbert McClinton den Song im Duett mit Martina McBride singt. Der eigentliche Song fĂ€ngt erst bei 2.00 an, vorher gibt’s ein GesprĂ€ch zur Entstehungsgeschichte.:

„Two more bottles of wine“ wurde oft gecovert, fĂŒr Emmylou Harris wurde der Song 1978 sogar ein Nummer-1-Hit: » Weiterlesen

10.10.2011 um 23:07, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: KrautschĂ€dl “Winzerbua”

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Ich hĂ€tte mir sicher niemals freiwillig Lieder einer Band angehört, die “KrautschĂ€dl” heißt – was ein Riesenfehler gewesen wĂ€re. Denn obwohl ich nur BruchstĂŒcke des Liedtextes verstehe (kann den vielleicht jemand dechiffrieren?) ist deren Song “Winzerbua” das mit Abstand abgefahrenste Lied zum Winzerdasein.

Hinter “KrautschĂ€dl” stecken drei Musiker aus dem oberösterreichischen Wels. Sie selbst nennen ihren Sound “GoschnRock”, schließlich singen sie in ihrem Dialekt – und das bereits seit 2002. “Winzerbua” ist auf ihrem dritten Album “GemmaGemma” enthalten, produziert wurde es von David Bronner (der unter anderem auch bei Hubert von Goisern und der EAV an den Reglern saß). “Winzerbua” ist Funk-Rock der hĂ€rteren Gangart mit einem schmissigen Refrain. Das Lied fĂ€ngt mit der Zeile “Es liegt der SĂŒdhang lang und breit in der Sonne” an, dann geht es glaube ich darum, dass der Weinberg quasi auf den Winzer wartet und spĂ€ter um’s Schuhe anziehen (es könnte allerdings auch um Albino-Delfine gehen, wer soll diese Sprache verstehen??? NACHTRAG: Johannes Rubenzucker versteht sie und hat den Text ĂŒbersetzt, einfach in die Kommentare schauen). Im Refrain fĂ€llt auf jeden Fall die Zeile “Ich wĂ€r so gern ein Winzerbua” und spĂ€ter “Ich wĂ€r ein guter Winzerbua”.

Hier der Song – leider gibt’s kein offizielles Video, aber sie sind mit “Winzerbua” in der Sendung „Der Wilde GĂ€rtner“ aufgetreten:

Allerdings quatscht am Ende jemand in den Song rein, deshalb gibt es den Song hier – allerdings nur Ton – in ganzer LĂ€nge:

Dass die Jungs es mit ihrer Weinliebe ernst meinen zeigen auch andere ihrer Lieder wie “Pinot Noir” (eigentlich nur LĂ€rm) und “Da Wein”, zu dem ich tatsĂ€chlich einen Text gefunden habe – jetzt aber auch nur marginal schlauer bin:

“Wos is mit dem Wein los, ehee er wird ned goa
der geht obi wie nix jetzt schenkn ma nu a Glasl ei, des derf nu sei
wos is mit dem Wein los
ehee der wird ned goa”

FĂŒr alle Rockfans noch ein Tipp: Schaut euch mal das Cover des VorgĂ€ngeralbums “Im Kraut” an. Es wird euch ein LĂ€cheln auf’s Gesicht zaubern…

25.08.2011 um 7:00, Wine & Music » 3 Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: The National

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Kennt ihr das? Bei manchen Liedern singt man mit, weil der Refrain so brillant ist – obwohl man gar nicht so genau weiß, worum es in dem Lied eigentlich geht? Vielleicht sind das ja gerade die besten, deren Poesie offen fĂŒr Interpretationen und Deutungen ist. In denen man sich in verschiedenen Lebensphasen jeweils einen anderen, gerade passenden Reim macht. Und um die Kurve zu kriegen: Genau so ein Lied gibt es auch im Weinbereich. Es stammt von der US-amerikanische Indie-Rock-Band “The National” und heißt “All The Wine”. Im Refrain wird folgende Zeile wiederholt: “And all the wine is all for me”. Da singt man doch gerne mit, oder?

“All The Wine” ist der neunte Track vom 2005er Album “Alligator” – das von der Los Angeles Times zum “Album des Jahres” gekĂŒrt wurde. Es ist kein Migröhl-Stadion-Rocker, sondern eine Ballade mit vibrierender Energie, im Tempo eher langsam, der Sound episch, getragen von klingenden Gitarren und natĂŒrlich der Bariton-Stimme von SĂ€nger Matt Berninger. Der Song versprĂŒht eine Art rockende Ruhe, in der eine Unmenge Kraft und Energie liegen. Muss man einfach hören. Und mit folgenden Zeilen fĂ€ngt das Lied an: » Weiterlesen

21.07.2011 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Billy Joel

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„Wein & Essen“ ist ein Thema, das leider viel zu selten in Liedern behandelt wird. Der Piano-Man Billy Joel zeigt in „Scenes From An Italian Restaurant“ wie es geht – und zeigt dabei wie schwungvoll sich die Frage nach dem richtigen Wein reimen kann.

1977 erschien Billy Joels fĂŒnftes Studio-Album „The Stranger“ – es sollte seinen Durchbruch darstellen. Viele Joel-Klassiker finden sich darauf und so ist es kein Wunder, dass es bis heute sein bestverkauftes ist (mit Ausnahme von Best-Of-Compilations). Der Song „Scenes From An Italian Restaurant“ wurde zwar nicht als Single ausgekoppelt, zĂ€hlt aber zu den Lieblingen vieler Fans. Musikalisch sind es eigentlich drei Lieder: Zu Beginn eine gefĂŒhlvolle Klavierballade, dann ein schwungvolles JazzstĂŒck und zum Schluss wird es Rock’n’Roll. Mit ĂŒber sieben Minuten ist es das lĂ€ngste StĂŒcke des 1949 in der Bronx geboren Singer-Songwriters.

Billy Joel hat ĂŒbrigens eine doppelte familiĂ€re Verbindung nach Deutschland: sein Vater Howard hieß ursprĂŒnglich Helmuth und wurde in Deutschland geboren, und Billy Joels Halb-Bruder Alexander Joel ist heute Chefdirigent des Staatsorchesters Braunschweig.

Und so beginnt „Scenes From An Italian Restaurant“:

A bottle of white, a bottle of red,
Perhaps a bottle of rosé instead.

We’ll get a table near the street
In our old familiar place
You and I – face to face hm, hm
A bottle of red, a bottle of white
It all depends upon your appetite

I’ll meet you any time you want
In our Italian Restaurant.


SpĂ€ter enthĂŒllte Joel dass es sich bei dem italienischen Restaurant um das „Fontana di Trevi“ handelt, welches gegenĂŒber der Carnegie Hall in Manhattan liegt. » Weiterlesen

19.05.2011 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Queen

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Manche behaupten Champagner sei gut fĂŒr die Gesundheit, die britischen Kultrocker Queen haben bewiesen: Champagner ist auch gut fĂŒr die Karriere. Denn es war der Song “Killer Queen”, der ihrer Karriere den richtigen Schwung gab, erstmals chartete damit eine Single der Band auch außerhalb des Vereinigten Königreichs, nĂ€mlich in Europa und den USA. Alles dank Champagner.

“Killer Queen” erschien am 11. Oktober 1974 als Single (spĂ€ter auch als Song auf dem Album “Sheer Heart Attack”). Geschrieben wurde der Song von Freddie Mercury – und ganz entgegen seiner eigenen sexuellen Vorlieben geht es darin um ein luxuriöses Callgirl. “Ich versuche damit auszudrĂŒcken, dass auch noble Menschen Nutten sein können.” Und was trinkt die noble Nutte? Hier die entsprechende Zeile, mit welcher “Killer Queen” ĂŒbrigens beginnt:

She keeps Moet et Chandon in her pretty cabinet
“Let them eat cake” she says, just like Marie Antoinette.
A built in remedy for Khrushchev and Kennedy
At anytime an invitation you can’t decline.

Der Refrain der druckvollen Nummern im typischen Queen-Sound klingt dann fast ein Werbetext fĂŒr die Dienste der “Killer Queen”:

She’s a Killer Queen
Gunpowder, Gelatine
Dynamite with a laserbeam
Guaranteed to blow your mind

Da das Lied aus dem 70er Jahren stammt ist unklar, ob “Moet & Chandon” heute noch der Drink der Wahl in Rotlichtbezirken ist. In Deutschland ist man mittlerweile vielleicht auf RotkĂ€pchen Sekt umgeschwenkt. Kommentare ĂŒber den aktuellen GetrĂ€nke-Stand in Bordellen sind herzlich willkommen ;-)

Hier das Video zu “Killer Queen” – in dem Freddie seine berĂŒhmte Cocker-Spaniel-Frisur trĂ€gt:

19.04.2011 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Tomte

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Wein ist ein geselliges GetrĂ€nk. Bei und vor allem mit Wein lĂ€sst sich wunderbar reden, sinnieren, philosophieren, Blödsinn quatschen. Es war lĂ€ngst an der Zeit, die kommunikativen QualitĂ€ten des vergorenen Rebensaftes musikalisch zu loben. Getan hat es die Indie-Rock-Band “Tomte” aus Hamburg.

“Du bringst die Stories (ich bring den Wein)” heißt das entsprechende Lied, enthalten ist es auf dem 2008er Album “Heureka”, das es bis in die Top Ten der deutschen Album-Charts schaffte. SĂ€nger Thees Uhlmann (rechts im Bild) liebt das große GefĂŒhl und scheut auch nicht vor Pathos zurĂŒck, doch gerade in diesem Lied geht es gut zusammen. Und die Gitarre ist einfach nur grandios. Übrigens auch ein grandioses Lied zum Cabrio-Fahren. Ein Video gibt es leider nicht, aber hier kann man den Song komplett hören:

Und so fÀngt das Lied an:

HĂ€tte ich nur
nur einmal die Wahl
könntest du mir
nur einen Wunsch erfĂŒllen
ich wĂŒrde nie » Weiterlesen

05.03.2011 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine & Music: Willie Nelson

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Wer ihn sieht denkt an Bourbon und Gin, doch Country-Legende Willie Nelson hat auch ĂŒber Wein gesungen – gleich zweimal und beides Mal grandios. Einer der Songs gilt als echter Willie Nelson-Klassiker, der andere ist gerade erst im vergangenen Jahr erschienen.

Der 1933 in Texas geborene Willie Nelson hatte es nicht leicht. Der Vater starb frĂŒh, die Mutter rannte weg und Willie wurde in Ă€rmlichen VerhĂ€ltnisse von den Großeltern aufgezogen – doch mit sieben Jahren schrieb er schon eigene Songs auf der Gitarre. Er fand seinen Weg und ist heute eine Ikone der Country-Musik. Einst war er Teil der Outlaw-Bewegung, einer Rebellion vorwiegend texanischer Country-Musiker (darunter auch Johnny Cash) gegen das enorm kommerzielle Nashville Establishment. Was musikalische Stile angeht war Willie Nelson allerdings immer schon offen, neben Country und Western hat er sich an vieles – erfolgreich – herangewagt. Und sogar als Schauspieler reĂŒssierte er.

Das erste Weinlied, dass ich von ihm gefunden habe stammt aus dem Jahr 1971 und heißt “Yesterday’s Wine”, erschienen auf dem gleichnamigen Konzept-Album – ĂŒbrigens einem echten Klassiker von Willie Nelson, wie auch das Lied zu seinen ganz großen Nummern gehört. Dabei hatte er damals den Durchbruch noch gar nicht richtig geschafft. Er beschreibt sich und seine Erinnerungen darin als “Yesterday’s Wine”, es ist eine sentimentale, melancholische Nummer im Walzertakt – und eine richtig schöne. Und wie bei einem guten Karnevalslied kann man den Refrain schnell auswendig lernen und mitsingen:

“Yesterday’s wine I’m yesterday’s wine aging with time like yesterday’s wine
Yesterday’s wine we’re yesterday’s wine aging with time like yesterday’s wine”

Hier ein Video des Songs. Die BildqualitÀt ist zwar verheerend, aber man bekommt einen guten indruck von dem Song:

Das einzige wirkliche Manko des Liedes ist, dass im Text zwar ĂŒber Wein (im weitesten Sinne) gesprochen wird – aber Bier getrunken. Denn schon in Zeile vier heißt es “Sit down let me buy you a beer”. Das hat Willie also wirklich gehörig versaut. Einen alten Kumpel treffen, Musik hören, alte Geschichten zum Besten geben – alles wunderbar. Aber Bier dazu trinken? Also, bitte!

Aber er macht es wieder gut, wenn auch 29 Jahre spĂ€ter. Denn 2010 erschien “Drinking Champagne” auf dem Album “Country Music”, produziert von T-Bone Burnett. Willie klingt darauf gleichermaßen entspannt wie glĂŒcklich immer noch Musik machen zu dĂŒrfen. Folgende Zeilen sollten dazu fĂŒhren, dass ihr ihn direkt ins Herz schließt:

I’m drinking champagne feeling no pain till early morning
Dining and dancing with every pretty girl I can find
And I’m having a fling with a pretty young thing till early morning
Knowing tomorrow I’ll wake up with you on my mind

Guilty conscience I guess though I must confess
I never loved you much when you were mine
So I’ll keep drinking champagne…
Guilty conscience I guess…
So I’ll keep drinking champagne…
Knowing tomorrow I’ll wake up with you on my mind

Solch ein Text erhebt einen gleich in den Stand eines Country-Heiligen!

Hier ein inoffizielles Video mit perlendem Champagner unterlegt mit der original Albumversion des Songs:

Allerdings spricht der gute Willie nicht nur dem Champagner zu, sondern auch anderen Rauschmitteln. Am 26. November letzten Jahres wurde er wegen Besitzes von rund 170 Gramm Marihuana in Texas verhaftet und gegen eine Kaution von 2.500 Dollar entlassen. Mit Champager wĂ€re ihm das nicht passiert. Wobei 170 Gramm davon auch nicht dieselbe Wirkung hĂ€tten…

20.01.2011 um 7:00, Wine & Music » Keine Kommentare     » Weiterlesen