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In Vino Veritas – Sigi Hiss im Interview

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Diesmal im Interview: eine der unbekannten Berühmtheiten der Weinszene. Ein Widerspruch? Nein, es geht tatsächlich. Zumindest bei Sigi Hiss. Kein Name der in aller Munde ist – wobei er in der Schweiz deutlich bekannter ist als in seiner Heimat Deutschland. Was auch daran liegt, dass er heute in der Nähe von Zürich lebt. Aber wer von ihm weiß, der schätzt ihn hoch ein, und in den Kreisen von Weinraritäten-Fans ist sein Name mehr als geläufig.

Sigi Hiss ist Weinjournalist, Wein-Raritätenhändler, Weindozent, Weinberater, und Weinblogger (Wein-News). 2002 lernte er an der Wein & Sommelierschule Koblenz, 2004 verlegte er seinen Geschäftssitz nach Londen – und ein Jahr später nach Einsiedeln in die Schweiz.

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?
Da steht bei den Rotweinen als einmaliges Erlebnis ein 1962 La Tache an der Spitze. Und das war vor ca. 5 jahren bei einem kleinen privaten Best bottle Abend. Ich bin am nächsten Morgen gegen 5:30 Uhr aufgewacht und habe an einem alten klapprigen Tische die Degustationsnotiz aus dem Gedächtnis runter geschrieben. Die mit Abstand längste Notiz überhaupt, die ich verfasst habe. Ja, und bei den Süßweinen ist der sehr seltene 1929 Suduiraut ein Gigant und Monument, eine unglaubliche Kombination aus Opulenz, gewaltiger Tiefe und zugleich Eleganz. Ich hatte das Glück diesen Wein schon mehrmals genießen zu können. Trockene Weißweine gibt es ein paar aber die 1990 Riesling Auslese trocken R von Koehler-Ruprecht ist schlichtweg grandios.

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2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Ein jahrgangsloser, halbtrockener Weißwein J.P. Chenet. Per se schon mal eine Zumutung & diese Flasche stand auch noch viel zu lange im Regal eines Lebensmittelhändlers. Brechreiz verursachend.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Rot: Ein trockener Spätburgunder, der nicht im Barrique war. Weiß: Ein trockener Riesling Kabinett.

4.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?
Für keinen Wein dieser Welt.

5.) Lieber lauwarmer Wein oder eiskaltes Bier?
Ich bin absolut kein Biertrinker, aber aus Respekt vor dem Wein dann doch das Bier, weil lauwarmer Wein ein Verbrechen ist ;-)

6.) Ihr Lieblingsweinbuch?
Wein & Krieg von Don und Petie Kladstrup. Hier wird die Geschichte um den Wein im 2.Weltkrieg sehr realistisch erzählt und man lernt nebenbei doch noch einiges.

7.) Ihr Lieblingsbuch ohne Wein?
Da gibt es zwei, Henning Mankells “Der Chinese” und “Die Panne” von Friedrich Dürrenmatt. Beides keine simplen Werke aber mit großer Weitsicht, Mankell geht in die Zukunft und Dürrenmatt ist zeitlos.

8.) Ihre Lieblingsmusik zum Weintrinken?
Stimmungsabhängig, sowoh » Weiterlesen

11.05.2012 um 7:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas – Der Weinkaiser im Interview

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Als ich zum ersten Mal von einem Blogger namens “Weinkaiser” hörte, dachte ich: da ist wohl jemand größenwahnsinnig. In Deutschland endete die Monarchie doch 1918 durch Abdankung des Kaisers. Ich wusste damals nicht, das der Weinblogger schlicht Ralf Kaiser hielt, und auch nicht, dass er einer der nettesten und kompetentesten Blogger der Weinszene ist. Seine Leidenschaft für Wein scheint grenzenlos, kaum eine Veranstaltung auf der man ihn nicht sieht, kaum ein Weinthema, mit dem er sich noch nicht beschäftigt hat.

Dabei ist er gelernter Jurist. Studiert hat er in Konstanz, Kopenhagen und Bonn. In der Stadt am Rhein arbeitete er anfangs nebenher auch in einer kleinen aber gut sortierten Weinhandlung, wodurch immer mal wieder die Möglichkeit bestand an Verkostungen von spannenden oder seltenen Weinen teilzunehmen. Zuerst las er viel in Internetforen über Wein, dann diskutierte er etwas mit und ab und an berichtete er von einer interessanten Verkostung. Als ihm Anfang 2008 der Ton in den Foren zunehmend zu rau wurde, gründete er als reines Hobby den Weinkaiser-Blog. Die Domain hatte er sich clevererweise schon fünf Jahre zuvor gesichert, anfangs hatte ich mal vor einen Onlinehandel mit Wein aufzubauen. Mittlerweile ist daraus ein echter Nebenjob geworden. Er verkauft unter anderem Fotos von Weinreisen und berät was man im Weinbereich in Sachen Social Media besser machen kann.

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Foto: Seine kaiserliche Weinheit bei der Verkostung

Hier die kaiserlichen Antworten auf den VINUM-Blog-Fragebogen:

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

- Müller-Catoir Mußbacher Eselshaut Rieslaner Trockenbeerenauslese 2001 im Herbst 2009 beim Geburtstag eines Freundes in Mainz.

- Georg Breuer Berg Schlossberg 2003 aus der Magnum bei einer privaten Weinrunde letztes Jahr in Bonn. Am gleichen Abend hatten wir auch noch die Jahrgänge 1995, 1996 und 2001.

- Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande 1986 zu Kobe-Rind vor etwa zwei Jahren bei einem Abendessen mit Gildas d’Ollone, dem Generaldirektor des Weinguts im Steigenberger Frankfurter Hof.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Da gab es schon zu viel ungenießbares, um einen herauszuheben. Besonders ärgerlich sind immer Einzelflaschen, auf die ich mich lange gefreut habe und die dann Kork oder einen anderen Flaschenfehler haben.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Ich grille meist Côte de BÅ“uf, dazu traditionell leicht gereifter Pinot. Ganz anders aber » Weiterlesen

27.04.2012 um 7:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas – Interview mit Marco Giovanni Zanetti

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Egal wo man ist: Läßt man in einer Runde mit deutschen Weinfreaks den Namen “Zanzo” fallen, wird immer einer, und meist viel mehr als einer, zustimmend raunen. Man kennt ihn, man schätzt ihn, diesen Typen, diese Urgewalt, diesen Wiesbadener Weingott. Diesen Bacchus der jungen, deutschen Weinszene. Und jetzt stellt er sich dem VINUM-Blog-Fragebogen.

Wer den Italo-Hessen (Mutter Friedbergerin, Vater aus dem Veneto) live erleben will muss ins Bad Nauheimer Restaurant “Parkstrasse 9″, wo er als Mundschenk wirkt. Gelernt hat er ursprünglich, im Jahr 1994 war das, Restaurantfachmann. Doch der Wein packte den 1977 in Wetterau geborenen schnell und 2002 schon legte er seinen staatlich geprüften Sommelier an der Deutschen Wein- & Sommelierschule Koblenz ab. Danach hinterließ er an vielen Stellen seine Spuren: 2004 war er Vertriebsleiter bei Deuna Weinimporte, dann arbeitete er 2006 als Sommelier im Weinforum / Restaurant LoftaGE (Frankfurt), 2007 war er Gastgeber / Sommelier im Restaurant Navette (Rüsselsheim), 2009 folgte ein USA-Aufenthalt für Vigna Dogarina (ein Weingut aus dem Veneto), 2011 war Zanzo als Berater beim Weinhandel Fertsch (Bad Nauheim).

Und dann gibt es da noch was: WINEPUNK! The fine Wine Agency!. Produziert wird “Pogo for your tongue!”, unter anderem der “Chateau Punk”.

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1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?
Der erste war ein 89er Colonello Barolo von Conterno. Der erste Wein überhaupt den ich bewusst getrunken habe und der mich nachhaltig verändert hat. Ab diesem Moment war Wein das zentrale Thema in meinem Leben. Das war 1995.

Der 2. Wein war sicherlich La Tache DRC aus dem Jahr 92. Ich habe die Pulle in einem Restaurant in Baltimore auf der Karte für 399 Dollar entdeckt und habe mit einer Fälschung gerechnet. Er war fantastisch.

Der 3. war ein Lambrusco einfachster aber sauberer Qualität an einem sehr speziellen Abend mit meiner besseren Hälfte. Tolles Erlebnis. Auch der Wein.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Der schlimmste Wein war ein 86er Chateau Margaux. Der Wein war Zweifelsohne Fabelhaft. Die Gesellschaft der versnobten russischen Genossen mit welchen ich den Wein trank war leider ganz gruselig!

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Mein BBQ Wein ist in der Regel Lambrusco. Gerne aber auch Zinfandel in einfachen Qualitäten und etwas gekühlt!

4.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?
Für den Wein welchen ich mit Joan Jett trinken würde! » Weiterlesen

21.03.2012 um 11:53, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas – Interview mit Markus Schneider

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Der bekannte Rieslingschorle-Trinker Markus Schneider, Jahrgang 1975, vom gleichnamigen Weingut im pfälzischen Ellerstadt, stellt sich dem VINUM-Blog-Fragebogen.

Schneider der Popstar unter Deutschlands Winzern. Was unter anderem daran liegt, dass sein Wein in der Sylter Kult-Kneippe (und dem Merchandising-Phänomen) „Sansibar“ in Strömen fließt. Und Markus Schneider ein Feierbiest ist – wie Louis van Gaal sagen würde. Markus Schneider ist allerdings FCK-Fan und seine Leistung ist einmalig in Deutschland: innerhalb kürzester Zeit erfolgreich ein 50-Hektar-Weingut aufzubauen, ja geradezu aus dem Boden zu stampfen. Erst 1994 erzeugten die Schneiders ihre ersten eigenen Weine. Sie haben schicke Etiketten und gefallen der Masse. Ist das schlimm? Oder eine Leistung? Weinsnobs mögen verächtlich schnauben, doch Schneider hat ganz neue Weingenießerkreise erschlossen. All das könnte einem völlig egal sein, wenn der Wein des „Rolling Stone der Pfalz“ nichts taugt. Doch das tut er. Und neuerdings produziert er auch noch einen Wein in Südafrika, genauer gesagt in der Nähe von Stellenbosch, Gemeinsam mit Dani Steytler von Kaapzicht Estate. Der Name des Tropfens: Vet Rooi Olifant (die Website macht richtig Laune). Die Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Merlot, Shiraz und Pinotage. Ein, mal ins Unreine gesprochen, superleckerer, fruchtopulenter, würziger und süffig-kraftvoller Tropfen, die klare Handschrift von Markus Schneider (= Trinkspaß) ist erkennbar, der Wein hat 14,5 Umdrehungen und kostet 16,90 Euro. Und hier noch die Begründung für den Namen. O-Ton Markus Schneider: “In dem Weinberg liegen riesige rote Sandsteinfelsen verstreut und in der untergehenden Sonne leuchten die wie fette rote Elefanten.”

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FOTO: Trinkt Rieslingschorle, ist trotzdem ein Netter: Markus Schneider.

Winzer, das lernt man daraus, sehen keine rosa Elefanten, sondern fette rote. In seinen Antworten auf den VINUM-Blog-Fragebogen kommen allerdings keine Elefanten vor, dafür Udo Lindenberg und ein paar Zeilen über die Leiden eines Cabernet-Afficionados.

1.)Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?
- 1959 KRUG COLLECTION MAGNUM, getrunken 2005 im Restaurant Marly/Ludwigshafen
- 1975 JJ. PRÜM Sonnenuhr Riesling Auslese, getrunken 2009 im Restaurant Ma/Berlin
- 1989 LYNCH BAGES, getrunken 2010 mit Jochen Dreissigacker bei einem hervorragendem Abendessen in Rheinhessen

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Da waren auf dem ein oder anderen Pfälzer Weinfest schon schlimme Kandidaten im Schoppenglas…die habe ich aber (zum Glück) schnell vergessen.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Ich fange während des „Grillanglühens“ meist mit Riesling Schorle an und das ganze endet dann mit viel Rotwein.

4.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?
Dafür (natürlich mit meiner lieben Frau) würde ich weder Wein noch Haus oder sonstiges eintauschen.

5.) Lieber lauwarmer Wein oder eiskaltes Bier? » Weiterlesen

26.12.2011 um 17:38, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » 1 Kommentar     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Hendrik Thoma

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Diesmal stellt sich ein Mann der Superlative dem VINUM-Blog-Fragebogen: Hendrik Thoma. Er ist einer von nur drei Master Sommeliers in Deutschland (175 sind es weltweit), war 12 Jahre Chefsommelier im Hamburger Sternerestaurant “Louis C. Jacob”, und wurde drei Mal zum “Sommelier des Jahres” gewählt.

Vermutlich ist er auch Deutschlands ungekrönter König in Sachen Wine-Social-Networking (er muss eigentlich schon blutige Fingerkuppen vom vielen facebooken und twittern haben…) & er ist einer der wenigen aus der Weinbranche, die sich im Haifischbecken Fernsehen durchgesetzt haben. Sein Gesicht und seine lockere Art kennt man aus “Kochduell”, “Kerners Köche”, und neuerdings aus der “Promi Kocharena”. Seit 2009 moderiert er auch die Internet-Weinshow TVINO. Es ist ein Verkaufssender – aber ein sehr charmanter, und Hendrik Thoma ist auch in diesem Format glaubwürdig und sein Enthusiasmus ansteckend. Er selber nennt es “Vinotainment” – sagen wir doch lieber gleich Thomatainment, denn Hendrik ist in seiner Art einzigartig. Und genau das beweist er auch mit seinen Antworten im VINUM-Blog-Fragebogen:

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1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

- Einen Sauvignon Blanc aus Neuseeland unbekannter Herkunft mit meiner Frau in einem irischen Pub an Irland’s Westküste und grandiosem Seefood bei bestem Wetter auf der Terrasse.

- Einen Farewell Drink in Form eines Champagner Krug Rosé morgens um 7.00 Uhr mit meinem Freund Jörg am Ende einer langen Nacht und vielen großen Weinen. Er lebt seitdem glücklich in Südafrika.

- Eine 1947er Riesling Auslese vom Weingut Johannishof im Rheingau am Ende meines Praktikums als Anerkennung für meine Arbeit.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?

Die zweite Flasche labberiger Rosé d’Anjou und vor allemdas was danach kam. Der Geschmack am nächsten Morgen im zarten Alter von 16 bleibt unvergessen!!!

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?

Kommt auf’s Wetter an!

4.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?

Keinen! Nichtmal den 90er Petrus!

5.) Lieber lauwarmer Wein oder eiskaltes Bier? » Weiterlesen

10.01.2011 um 18:22, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » 6 Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Johann Hehle

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Johann Hehle – Spitzname Schäng, wie im Rheinland üblich – ist der Junior im Weingut Deutzerhof. Und ein verdammt netter Kerl (obwohl Fan von Bayern München ;-) ). Zusammen mit seinem Vater Wolfgang (einem echten Energie-Paket) leitet er das Weingut Deutzerhof in Mayschoß (Ahrtal). Jetzt stellt er sich dem Vinum-Blog-Fragebogen.

Aber vorher noch ein paar Infos: Alle Weinführer listen den Deutzerhof als deutschen Spitzenbetrieb, die wichtigste Rebsorte ist der Spätburgunder, aus dem auch der Tropfen des Vinum-Internet-Winzerprojektes “WeinZwoNull” gekeltert wird (HIER Infos zum Mitmachen). Aber auch aus Portugieser, Dornfelder, Chardonnay und Riesling produziert man außergewöhnliche Qualitäten. Wolfgang Hehle ist dazu ein begnadeter Brenner. Kein anderes Topp-Weingut der Ahr ist so vollständig aufgestellt wie der Deutzerhof. Und das Johann Hehle nicht nur ein Händchen für’s Weinmachen hat, sondern auch eine gehörige Portion Witz, beweist er mit seinen Antworten auf unseren Fragebogen.

Johann Hehle

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

- 1984er Lafite. Getrunken im Sommer 2009 mit herrlichen Blick auf den Steinerberg / Mayschoss.
- 2002er Mont Du Toit / Südafrika. Vielleicht nicht die teuerste Liga, doch hier geht mir das Herz auf.
- Auch wenn es kein Wein ist, hat mich ein Tresterbrand von Armin Diel beeindruckt, welcher 20 Jahre im Holzfass gereift ist. Getrunken in gemütlicher Runde nach der Jahrgangspräsentation im Schlossgut Diel 2010.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?

Da gab es leider so einige, aber mit Abstand der Schlimmste war ein Alkoholfreier. Sollte verboten werden so was. :-)

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24.09.2010 um 7:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » 2 Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Armin Diel

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Vermutlich ist über kaum jemanden in der deutschen Weinszene so oft und so kontrovers gesprochen worden, wie über Armin Diel. Winzer (Schlossgut Diel), Journalist, Weinkritiker, Vorsitzender der Regionalverband Nahe beim VDP und Mitglied im Präsidium, und bis 2009 Chefredakteur des von ihm und Joel Payne initiierten Gault Millau WeinGuide Deutschland. Ein Enfant terrible der deutschen Weinszene – von denen es viel zu wenige gibt.

Der gelernte Jurist (Jahrgang 1953) thront auf Burg Layen in Dorsheim, wo auch der Wein des 17-Hektar-Weingutes ausgebaut wird. Armin Diel ist wortgewaltig, intelligent und gewitzt (was unser Fragebogen eindrucksvoll beweist). Ebenso zum Streit fähig wie zur Charmeoffensive, einer der benadetsten Weinverkäufer, aber auch ein Vordenker in Sachen Wein, ein Enthusiast, ein großer Sänger und Skat-Spieler – und einer der wenigen Spitzenwinzer, die loslassen können und das Weingut frühzeitig an die nächste Generation (in diesem Fall Tochter Caroline) weitergeben. Das Schlossgut Diel zählt zu Deutschlands absoluten Spitzengütern in Sachen Riesling (trocken wie frucht- und edelsüß), Weiße Burgunder (Cuvée Victor) und Sekt (Cuvée Mo). Ich gebe zu, ich schätze und bewundere Armin Diel seit Jahren, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, ein Solitär, und die Weine seines Hauses waren immer schon gut, doch sind sie – und das wird Armin mir sicher nicht übelnehmen – durch den Einstieg von Tochter Caroline sogar noch besser geworden.
Hier seine Antworten auf den Vinum-Blog-Fragebogen:

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

Eine Magnumflasche 1959-er Château Lafite-Rothschild, getrunken 1982 bei Magnum-Uwe Könnecke in Bremen, hat meine Faszination für Bordeauxweine entzündet. Eine halbe Flasche 1979-er Le Pin, getrunken 1983 bei Gérard Thienpont in Belgien, hat meine Sammelleidenschaft für diesen einzigartigen Pomerol begründet. Eine Flasche 1983-er Scharzhofberger Riesling Eiswein, getrunken 1984 bei Egon Müller im Scharzhof, hat mich von der einzigartigen Brillanz edelsüßer deutscher Rieslinge überzeugt.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?

Davon gab es so viele, dass ich keinem die Ehre einer Hervorhebung gönnen möchte.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?

Ich grille zu selten, dass es sich lohnen würde hierfür einen speziellen Wein einzukaufen. Aus meinem Bestand sollte es ein guter Pinot Noir mittleren Alters sein oder ein erwachsener Bordeaux. » Weiterlesen

21.08.2010 um 9:12, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Klaus Peter Keller

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Klaus Peter Keller vom Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim ist der bekannteste Winzer der jungen Riege in Deutschland. Jetzt stellt er sich dem Vinum-Blog-Fragebogen.

Was ist nicht alles schon über ihn geschrieben worden, welche Auszeichnung hat Klaus Peter Keller nicht schon erhalten? Aber das wichtigste ist: Er ist ein ganz wunderbarer Mensch, nicht abgehoben, nicht eitel, er hat echte Leidenschaft für die Winzerei ist akribisch und gibt alles für die Qualität. Er liebt seine Weinberge, seine tolle Frau Julia, seine Kinder Felix und Max (die auch schon ihren eigenen Wein machen!) und weiß zu genießen, weiß zu leben. All das spürt man in seinen Weinen, die zu den großartigsten des Landes zählen, egal ob trockene, fruchtsüße oder edelsüße Rieslinge, Scheureben oder Rieslaner. Und auch beim Pinot Noir ist der Burgund-Fan ganz, ganz vorne mit dabei. Liebe und Leidenschaft für die Arbeit, gepaart mit Fleiß und Akribie, dazu großartige Lagen. Es ist kein Geheimrezept, das zu wahrhaft großen Weinen führt, und doch so selten zu finden.

Hier seine Antworten zu unserem Vinum-Blog-Fragebogen:

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

1959 Weingut Egon Müller – Scharzhof Trockenbeerenauslese
2004 Koehler- Ruprecht Kallstadter Saumagen Riesling Auslese trocken „R“
2002 Weingut Georg Breuer Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling trocken

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?

Hab ich verdrängt.

3.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?

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15.07.2010 um 17:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Thomas Mattmann

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Der gebürtige Luzerner Thomas Mattmann ist einer der Senkrechtstarter unter den Schweizer Winzern. 2005 übernahm er das Weingut Cicero, jetzt schon zählt es im Buch „Die 400 besten Weingüter der Schweiz“ von Wolfgang Faßbender zu den Top zwölf des Landes. Jetzt stellt er sich dem Vinum-Blog-Fragebogen.

Das Weingut Cicero findet sich im kleinen Dorf Zizers auf 600 Metern Höhe, inmitten von Wiesen und Weingärten. Mattmann ist gelernter Chemielaborant, hing die Pipette dann aber an den Nagel und schlug die Winzerlaufbahn ein – schließlich ist es auf Dauer einfach günstiger die Weine selbst zu keltern, die man trinkt. Anders ausgedrückt: er machte sein Hobby zum Beruf.

Heute hat Mattmann eine der besten Nasen des Landes, so ist er Schweizer Meister im Weindegustieren und wurde 2009 zum Champagner-Botschafter der Schweiz gekürt. Mattmann geht im Weinbau ungewöhnliche Wege – oder fährt sie. Sogar mit einem Schiff. Warum? Wegen eines steilen Weinbergs am See, der nur per Boot oder zu Fuß zu erreichen ist. Ein Teil seiner Weinberge wird biologisch bewirtschaftet. Und er vergärt schon mal Weine mit Mumienhefe.

Sein bester Wein ist „Der Mattmann“, ein ebenso feiner wie kräftiger Pinot Noir. Sein Credo: Nicht aufzuckern, nicht entsäuern, nicht mit Sauerstoff versetzen, keine Eichenchips, keine Enzyme – sprich: weder Tricks noch doppelter Boden. Und genau so ist es mir am liebsten.

Hier seine Antworten zu unserem VinumBlog-Fragebogen:

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27.05.2010 um 0:20, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » 2 Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas: Interview mit Patrick Johner

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Innovation, dein Name ist Johner. Belege? Der Gault Millau WeinGuide schreibt „Karl-Heinz Johner mischte in den 1980er Jahren die Winzerwelt Badens gehörig auf, weil er die komplette Kollektion in Barriques ausbaute – sogar den Müller-Thurgau“ und verleiht 3/5 Trauben.

Johner war auch einer der ersten deutschen Winzer, die im Bereich Weinarchitektur etwas wagten – und auch einer der wenigen, die sich offen zur Mostkonzentration bekannten. Doch schon viel früher war Karl-Heinz Johner als Weinrevolutionär tätig und stellte die englische Weinbauszene auf den Kopf.

Und als er sich nun  nach einer neuen Herausforderung umsah, gab es für den Pinot-Noir-Abhängigen nur eine Wahl: Neuseeland. Jetzt gibt es das „Johner Estate“ in Wairarapa (Land der glitzernden Wasser).

Die Verantwortung im heimischen 15 Hektar Betrieb in Bischoffingen am Kaiserstuhl hat mittlerweile Sohn Patrick Johner übernommen. Auch er behält die „radikale Tradition“ bei (in diesem Fall kein Widerspruch) sämtliche Weine ohne Prädikate, als Tafel- oder Qualitätswein zu vermarkten. Doch Patrick Johner setzt auch eigene Duftmarken – im Weingut wie im Internet. Kaum ein Winzer ist im letzteren so präsent wie er. Egal ob Twitter-Weinverkostung, Video-Blog oder sogar ein selbstkomponierter Pinot-Love-Song, Patrick Johner setzt es online. Sogar Spiele wie „Fang die Trauben“ oder „Johnemory“ (ein Memory mit Johner-Fotos) gibt es auf der Seite des Verfechters jung zu trinkender Weine.

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20.04.2010 um 13:23, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen