20.000 Meilen unter der Ostsee… Champagner!

News aus der Weinwelt
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170 Jahre ruhten sie auf dem Grund der Ostsee – jetzt kommen sie unter den Hammer: 11 vom Meer Konservierte Champagner-Buddeln. Die Regierung der Ã…land Inseln betraute damit das Pariser Auktionshaus Briest–Poulain–F.Tajan.

Insgesamt wurden 162 Flaschen aus dem zwischen Finnland und Schweden liegenden Schiffswrack unbekannter Herkunft im Jahr 2010 geborgen – der Inhalt von 79 ist noch trinkbar. Dank der Korken konnte festgestellt werden, von welchen Champagner-Häusern sie stammen: Juglar (ein Haus das im 19. Jahrhundert schloss), Veuve-Cliquot und Heidsieck. Experten schätzen das die Flaschen aus den Jahren 1841-50 stammen, sie alle werden auf 10.000-15.000 Euro je Flasche taxiert. Es sind die ältesten Champagner-Flaschen die jemals gefunden wurden.

Dank konstanten Drucks und einer Temperatur zwischen 4 bis 6 Grad Celsius auf dem Meeresboden, sowie der Dunkelheit, ist die Qualität der Champagner – allesamt verkostet – nach Aussage des Auktionshauses erstaunlich.

Champagner-Experte Richard Juhlin sagt “The bottles found on the Baltic sea-bed off the Ã…land Islands prove that champagne possesses an undeniable ability to age perfectly. No other wine could have survived in such conditions and developed such aromas. I have come across champagnes which tasted fresher or more elegant, but here the aromatic intensity is quite superb – the most powerful I have ever tasted, and incredibly long in the mouth.”

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Veuve Cliquot steuert zu der Versteigerung 17 Flaschen aus der eigenen Schatzkammer bei. Alle Champagner können am 6. Juni ersteigert werden – in Mariehamn, per Telefon, Internet oder via Artcurial Live Bid. Schon letztes Jahr wurden zwei Flaschen aus dem Fund versteigert – wovon eine einen neuen Weltrekord für eine Flasche Champagner aufstellte (30.000 Euro für einen Veuve-Cliquot). Schnell entschloss man sich zu weiteren Versteigerungen über die nächsten Jahre, die den Namen “Ã…land’s Champagne Rendez-Vous” tragen. Der Gewinn geht an die “Baltic marine conservation”, ein paar Flaschen werden auch im Museum landen.

Also: das ist nicht die letzte Chance euer sauer Erspartes für alten Champagner auszugeben. Was Spaß macht und nichts kostet: sich den Katalog anzuschauen, und den findet man HIER.

14.05.2012 um 13:15, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas – Sigi Hiss im Interview

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Diesmal im Interview: eine der unbekannten Berühmtheiten der Weinszene. Ein Widerspruch? Nein, es geht tatsächlich. Zumindest bei Sigi Hiss. Kein Name der in aller Munde ist – wobei er in der Schweiz deutlich bekannter ist als in seiner Heimat Deutschland. Was auch daran liegt, dass er heute in der Nähe von Zürich lebt. Aber wer von ihm weiß, der schätzt ihn hoch ein, und in den Kreisen von Weinraritäten-Fans ist sein Name mehr als geläufig.

Sigi Hiss ist Weinjournalist, Wein-Raritätenhändler, Weindozent, Weinberater, und Weinblogger (Wein-News). 2002 lernte er an der Wein & Sommelierschule Koblenz, 2004 verlegte er seinen Geschäftssitz nach Londen – und ein Jahr später nach Einsiedeln in die Schweiz.

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?
Da steht bei den Rotweinen als einmaliges Erlebnis ein 1962 La Tache an der Spitze. Und das war vor ca. 5 jahren bei einem kleinen privaten Best bottle Abend. Ich bin am nächsten Morgen gegen 5:30 Uhr aufgewacht und habe an einem alten klapprigen Tische die Degustationsnotiz aus dem Gedächtnis runter geschrieben. Die mit Abstand längste Notiz überhaupt, die ich verfasst habe. Ja, und bei den Süßweinen ist der sehr seltene 1929 Suduiraut ein Gigant und Monument, eine unglaubliche Kombination aus Opulenz, gewaltiger Tiefe und zugleich Eleganz. Ich hatte das Glück diesen Wein schon mehrmals genießen zu können. Trockene Weißweine gibt es ein paar aber die 1990 Riesling Auslese trocken R von Koehler-Ruprecht ist schlichtweg grandios.

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2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Ein jahrgangsloser, halbtrockener Weißwein J.P. Chenet. Per se schon mal eine Zumutung & diese Flasche stand auch noch viel zu lange im Regal eines Lebensmittelhändlers. Brechreiz verursachend.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Rot: Ein trockener Spätburgunder, der nicht im Barrique war. Weiß: Ein trockener Riesling Kabinett.

4.) Für welchen Wein würden Sie eine Nacht mit Ihrer Traumfrau aufgeben?
Für keinen Wein dieser Welt.

5.) Lieber lauwarmer Wein oder eiskaltes Bier?
Ich bin absolut kein Biertrinker, aber aus Respekt vor dem Wein dann doch das Bier, weil lauwarmer Wein ein Verbrechen ist ;-)

6.) Ihr Lieblingsweinbuch?
Wein & Krieg von Don und Petie Kladstrup. Hier wird die Geschichte um den Wein im 2.Weltkrieg sehr realistisch erzählt und man lernt nebenbei doch noch einiges.

7.) Ihr Lieblingsbuch ohne Wein?
Da gibt es zwei, Henning Mankells “Der Chinese” und “Die Panne” von Friedrich Dürrenmatt. Beides keine simplen Werke aber mit großer Weitsicht, Mankell geht in die Zukunft und Dürrenmatt ist zeitlos.

8.) Ihre Lieblingsmusik zum Weintrinken?
Stimmungsabhängig, sowoh » Weiterlesen

11.05.2012 um 7:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Chat Yquem

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Habe einen neuen Kater. Getauft wurde er auf den Namen “Yquem”. Wieso? Nächstes VINUM-Magazin lesen! Da gibt’s in meiner Kolumne die Auflösung. Auf jeden Fall wurde er mit einem flüssigen Yquem getauft. Auf französisch also: Chat (= Katze) Yquem. Nach ein paar Gläsern Wein findet man das amüsant. Glaubt mir. Aber Anlass für den Namen war nicht, dass ich händeringend nach einem Grund gesucht habe die Pulle endlich aufzumachen… ;-)

07.05.2012 um 7:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wine Walk Of Fame

News aus der Weinwelt

Wo findet sich der “Wine Walk Of Fame”? In Hollywood? In New York? Im Napa Valley? Oder in Paris? Bordeaux? Nein. In Schweigen-Rechtenbach. Überrascht? Ich auch. Aber am 23. April wurde am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach der weltweit erste Wein Walk of Fame (Ehrenpfad des Weins) eingeweiht.

Persönlichkeiten, die sich um Wein und Weinbau verdient gemacht haben, sollen hier ihre besondere Würdigung erfahren. Die ersten drei Ehrungen sind allerdings nur zu einem gewissen Teil international: der ehemalige Landrat der Südlichen Weinstraße, Gerhard Schwetje (Mitbegründer des Südliche Weinstraße e.V.), Geheimrat Dr. Friedrich von Bassermann-Jordan (Autor des Standardwerks “Geschichte des Weinbaus”) und der französische Benediktiner­mönch Pierre Pérignon, genannt Dom Pérignon.

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Foto: Die Ehrentafel von Gerhard Schwetje

Na, das wird international auf Anhieb für Aufsehen sorgen…

Aber kein Wunder, ist der Initiator, Träger und Finanzier doch die Winzergenossenschaft Deutsches Weintor.

50 mal 50 Zentimeter groß sind die vom südpfälzischen Künstler Karl-Heinz Zwick entworfenen Platten aus Stahl und Bronze, die am Deutschen Weintor in den Boden eingelassen wurden. Die Tafeln sind mit den Namen der Geehrten sowie Trauben und Rebblatt versehen, befinden sich direkt unter dem Deutschen Weintor und sind jeweils zum Herkunftsort der Geehrten ausgerichtet. Zusätzlich wurden am Deutschen Weintor Tafeln mit ihren Kurzbiografien in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) angebracht.

Das Datum der Einweihung war nicht zufällig gewählt: Der 23. April war bei den Römern der Tag der Vinalien (Weinfeste) und wird zukünftig das Datum für weitere Ehrungen sein. Mindestens zwei weitere, jeweils für eine deutsche und eine ausländische Persönlichkeit, werden jährlich dazukommen. Ich wünsche ein glückliches Händchen!

04.05.2012 um 7:00, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Wer ist der gutste & edelste im ganzen Land?

News aus der Weinwelt

Drei Zahlen zu einer unterschätzten Rebsorte: 16. Gutedel Cup (des Markgräfler Wein e.V. in Badenweiler), 20 Verkoster bewerteten 160 Gutedelweine. Leider gab es keine Schweizer Anstellung. Als Grund wird genannt: “Die Prämierung der besten internationalen Gutedelweine findet dieses Jahr im schweizerischen Aigle im Juli beim Mondial du Chasselas statt.” So gab es dann 150 Markgräfler Weine und zehn Weine aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut zu verkosten.

And The Winners Are: In der Kategorie „QbA trocken“: Binzener Sonnhole vom Wein- und Sektgut Schweigler in Binzen, in der Kategorie „Kabinett trocken“: zum zweiten Mal in Folge Ballrechten-Dottingen Castellberg vom Weingut Löffler aus Staufen-Wettelbrunn und in der Kategorie „Spätlese/Auslese“: Auggener Spätlese vom Winzerkeller Auggener Schäf eG. Erstmals in der Geschichte des Gutedel Cups schaffte es auch ein Wein aus Saale-Unstrut unter die Top Ten: Der beste Wein auf der separaten Gebietsrangliste Saale-Unstrut, der Thüringer vom Thüringer Weingut Bad Sulza, rangiert zugleich in der Kategorie „QbA trocken“ auf dem 10. Platz.

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Sieger Gutedel Cup 2012 (v.l.n.r.): Sieger Kabinett trocken: Wolfgang Löffler, Weingut W. Löffler in Ballrechten-Dottingen, Sieger QbA Qualitätswein trocken: Stefan Schweigler, Wein- und Sektgut Schweigler in Binzen, Sieger Gutedel Spätlese/Auslese: Andreas Philipp, Kellermeister vom Winzerkeller Auggener Schäf eG (Quelle: Markgräfler Wein e.V.).

Der Gutedel gilt als älteste Kulturrebe der Welt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet. Der Anbau am mittleren Nil vor 5000 Jahren gilt als verbürgt. Historiker gehen von einer Verbreitung an Römer und Griechen durch die seefahrenden Phönizier aus. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete, nachdem ein französischer Diplomat die Rebe von Konstantinopel 1523 ins Burgund gebracht haben soll. Im Ort Chasselas, südwestlich von Mâcon, soll der Gutedel dann erstmalig in Frankreich angebaut worden sein, worauf sich der internationale Name Chasselas zurückführen lässt. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg, im heutigen Markgräflerland. Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, » Weiterlesen

30.04.2012 um 23:54, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Weinwissen für Angeber XXI

Weinwissen für Angeber

Das wichtige Thema “Weinbeschreibungen” steht bei “Weinwissen für Angeber” in dieser Folge zum letzten Mal im Zentrum – mit einigen essentiellen Begriffen. Zum Beispiel warum “Frauen-Parfum” unzulässig ist, was die Beschreibung “Macht satt!” mit Handwerksarbeiten zu tun hat, oder zu welchen besonderen Gelegenheiten “Nuttig” und “Widerlich” angebracht sind…

Der Inhalt unseres Podcasts basiert übrigens auf meinem gleichnamigen Buch, das gerade als Neuauflage unter dem Titel “Henns lustige Weinschule” im Bassermann-Verlag erschienen ist. Eine völlig bierernste aber dafür weinseelige Angelegenheit.

Sprecher: Wolfgang Severin & Hagen Range

Regie: Carsten Henn

Produktion: David Stammel (Megagain Soundlab)

Sämtliche Einnahmen aus dieser Podcast-Produktion gehen an das Anti-Aids-Projekt “Hope” in Südafrika.

28.04.2012 um 7:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » 2 Kommentare     » Weiterlesen

In Vino Veritas – Der Weinkaiser im Interview

In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog

Als ich zum ersten Mal von einem Blogger namens “Weinkaiser” hörte, dachte ich: da ist wohl jemand größenwahnsinnig. In Deutschland endete die Monarchie doch 1918 durch Abdankung des Kaisers. Ich wusste damals nicht, das der Weinblogger schlicht Ralf Kaiser hielt, und auch nicht, dass er einer der nettesten und kompetentesten Blogger der Weinszene ist. Seine Leidenschaft für Wein scheint grenzenlos, kaum eine Veranstaltung auf der man ihn nicht sieht, kaum ein Weinthema, mit dem er sich noch nicht beschäftigt hat.

Dabei ist er gelernter Jurist. Studiert hat er in Konstanz, Kopenhagen und Bonn. In der Stadt am Rhein arbeitete er anfangs nebenher auch in einer kleinen aber gut sortierten Weinhandlung, wodurch immer mal wieder die Möglichkeit bestand an Verkostungen von spannenden oder seltenen Weinen teilzunehmen. Zuerst las er viel in Internetforen über Wein, dann diskutierte er etwas mit und ab und an berichtete er von einer interessanten Verkostung. Als ihm Anfang 2008 der Ton in den Foren zunehmend zu rau wurde, gründete er als reines Hobby den Weinkaiser-Blog. Die Domain hatte er sich clevererweise schon fünf Jahre zuvor gesichert, anfangs hatte ich mal vor einen Onlinehandel mit Wein aufzubauen. Mittlerweile ist daraus ein echter Nebenjob geworden. Er verkauft unter anderem Fotos von Weinreisen und berät was man im Weinbereich in Sachen Social Media besser machen kann.

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Foto: Seine kaiserliche Weinheit bei der Verkostung

Hier die kaiserlichen Antworten auf den VINUM-Blog-Fragebogen:

1.) Welches waren die drei besten Weine Ihres Lebens & wann haben Sie diese getrunken?

- Müller-Catoir Mußbacher Eselshaut Rieslaner Trockenbeerenauslese 2001 im Herbst 2009 beim Geburtstag eines Freundes in Mainz.

- Georg Breuer Berg Schlossberg 2003 aus der Magnum bei einer privaten Weinrunde letztes Jahr in Bonn. Am gleichen Abend hatten wir auch noch die Jahrgänge 1995, 1996 und 2001.

- Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande 1986 zu Kobe-Rind vor etwa zwei Jahren bei einem Abendessen mit Gildas d’Ollone, dem Generaldirektor des Weinguts im Steigenberger Frankfurter Hof.

2.) Was war der schlimmste Wein Ihres Lebens?
Da gab es schon zu viel ungenießbares, um einen herauszuheben. Besonders ärgerlich sind immer Einzelflaschen, auf die ich mich lange gefreut habe und die dann Kork oder einen anderen Flaschenfehler haben.

3.) Welcher Wein ist ideal zum Grillen?
Ich grille meist Côte de BÅ“uf, dazu traditionell leicht gereifter Pinot. Ganz anders aber » Weiterlesen

27.04.2012 um 7:00, In Vino Veritas: Der Fragebogen vom VINUM-Blog » Keine Kommentare     » Weiterlesen

In der Südpfalz was Neues…

News aus der Weinwelt

Der Wettbewerb heißt „Die junge Südpfalz – da wächst was nach!“ und der Gewinner Andreas Meyer aus Heuchelheim-Klingen, Vorjahres-Sieger Georg Meier aus Weyher wurde Zweiter. Dritter wurde – wie schon im Vorjahr – Mathias Wolf aus Birkweiler. Das ist deswegen so spannend, weil die Südpfalz eine der dynamischsten Weinregionen Deutschlands ist und spätestens seit den “5 Freunden” jedem klar, welch fantastische Weine hier wachsen können.

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Foto:And The Winner… gets a Urkunde (Südliche Weinstrasse e.V.)

14 Betriebe hatten sich bereits durch ihre Plazierung im Vorjahr für das diesjährige Finale qualifiziert. Für die sechs weiteren Teilnehmer war eine Vorauswahl unter 37 Bewerbern notwendig geworden, die das Dienstleistungszentrum in Neustadt durchführte. Der diesjährige Sieger Andreas Meyer hatte sich im vergangenen Jahr noch gar nicht beteiligt.

Neben den Gesamtsiegern gab es Siegerurkunden für die besten Weine einzelner Rebsortenkategorien. Den besten Riesling stellte – wie im Vorjahr – Mathias Wolf aus Birkweiler, diesmal mit einem 2011er Wein, lag aber genau gleichauf mit Andreas Meyer als zweitem Sieger. Von den Rieslingen zeigte sich die Jury in diesem Jahr besonders angetan und vergab Höchstbewertungen, die im Durchschnitt deutlich über den anderen Rebsorten lagen.

Mit beachtlichem Punkte-Abstand setzte sich Vorjahressieger Georg Meier gleich in zwei Kategorien gegen die Konkurrenz durch: seine 2011er Spätlese gewann bei den Weißburgundern, seine 2011er Auslese bei den Grauburgundern. Knapper fiel das Ergebnis beim Chardonnay aus, wo sich Dominik Stern und Christian Brendel mit genau gleicher Punktzahl den Ehrenplatz teilen. Bei den „anderen Weißweinen“ gewann Peter Klein mit einem 2011er Sauvignon Blanc. Überraschend gewann beim Spätburgunder Andreas Grimm, denn er stellte als einziger Kandidat einen 2010er gegen die von den Jahrgangsbedingungen her höher eingeschätzten 2009er der Konkurrenz. Die höchste Bewer » Weiterlesen

23.04.2012 um 14:57, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Riesling mit Kießling

News aus der Weinwelt

Bei der 49. Wein-Rallye erstellte ich eine Liste der Top-5-Weinfußballer. Auf Platz 2: Stefan Riesling. Vorbild war natürlich Stefan Kießling von Bayer 04 Leverkusen. Keine Ahnung, ob die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten das VINUM-Blog lesen – doch wundern würde es mich nach dieser Mitteilung nicht…

Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern hieß es nämlich „Riesling mit Kießling“ freuen. Denn so warb Bayer für die neue Wein-Lounge „VIINI“ in ihrem Fußballstadion, der BayArena. Viini heißt Wein auf Finnisch – was zum aktuellen Trainer Sami Hyypiä.

Das Spiel wurde übrigens 3:1 gewonnen. JKießling schoss das 1:0. Inwiefern dabei Riesling im Spiel war ist nicht bekannt…

20.04.2012 um 7:00, Aus dem Leben eines Weingeniessers » Keine Kommentare     » Weiterlesen

Über den Wolken… prickelt’s kürzer

News aus der Weinwelt

Öffnet man eine Flasche Sekt auf Reiseflughöhe, so entweicht die Kohlensäure (in Form von Kohlenstoffdioxid bzw. CO2) schneller als unter Normaldruck am Boden. Die größte Abgabe findet mit dem Öffnen der Flasche und in den darauffolgenden fünf Minuten statt. Auf Reiseflughöhe ist dieser Effekt um ein Vielfaches verstärkt (bedeutet für mich: Schneller austrinken!).

Dies ist das Resultat einer aktuellen Studie, die Mark Barth (Weingut Barth / Rheingau) im Rahmen seiner Bachelor-Thesis im Studiengang Weinbau und Oenologie an der Wein-Uni Geisenheim durchgeführt hat. Er untersuchte die CO2-Stabilität im Schaumwein auf Reiseflughöhe. Die Ergebnisse der Studie wird sich der Winzer zukünftig für eine für die Luftfahrt optimierte Sektherstellung im heimischen Weingut zunutze machen.

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Foto: Weingut Barth

Die Studie bestätigte außerdem eine unterschiedliche sensorische Wahrnehmung bei Normal- und Niederdruck. Bei einer Verkostungsreihe verschiedener Schaumweine im Hinblick auf Geruch und Geschmack nahmen die Probanden vorhandene Süße unter Niederdruck geschmacklich weniger stark wahr. Die Säure wurde im Gegensatz dazu als deutlich intensiver empfunden. Die olfaktorische Wahrnehmung (Wahrnehmung durch den Geruchssinn) war unter Niederdruck abgeschwächt. Das bedeutet, eine unter Normaldruck empfundene Fruchtigkeit war unter Niederdruck verschwunden.

Aromen nehmen wir in Reiseflughöhe völlig anders wahr. Während Speisen zu schwach gesalzen und gewürzt wirken, ist beim Sekt – ebenso wie beim Wein – die Wahrnehmung von Süße, Säure und Fruchtigkeit verschoben. Folglich ist es möglich, dass ein Sekt, der auf dem Boden angenehm schmeckt, auf Reiseflughöhe als zu säureintensiv empfunden wird.

Die Untersuchung fand in der Flight Test Facility (FTF) des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik am Standort Holzkirchen, einem weltweit einmaligen Fluglabor, und in Zusammenarbeit mit der Lufthansa sowie deren Tochtergesellschaft LSG Sky Chefs statt. In einer Niederdruckkammer wurden die exakten Umgebungseigenschaften eines Fluges nachgestellt.

17.04.2012 um 11:25, News aus der Weinwelt » Keine Kommentare     » Weiterlesen